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Juni 2025
JUNG Architekturgespräche Berlin
Das Myzel wächst ...
Bei planM geht es längst nicht mehr nur um Mentoring.
Es geht um strukturelle Veränderung.
In Büros. In Institutionen. In der Art, wie wir arbeiten, führen, denken.
Wir (Natalie Bräuninger und Katja Domschky) haben vor unserem Vortrag bei den JUNG Architekturgesprächen zum WIA Festival lange überlegt:
Wie lässt sich diese Entwicklung zeigen?
Wie kann man sichtbar machen, was oft unsichtbar ist?
Zuerst dachten wir an einen Baum.
Dann an einen Schneeball.
Aber irgendwie war das nicht genug.
Bis wir auf das Myzel gestoßen sind.
Ein Pilzgeflecht unter der Erde.
Unsichtbar, verzweigt, lebendig.
Es verbindet. Es trägt. Es erneuert.
Und das Beste:
Es steht nicht für Hierarchie oder patriarchale Strukturen, sondern für gegenseitige Durchdringung und Wandel von unten.
Vor drei Jahren war planM ein Tandem.
Heute ist es ein Netzwerk.
Und vielleicht ist es an der Zeit, es nicht mehr als Programm zu sehen –
sondern als lebendiges Myzel,
das unsere Branche von unten her verwandelt.
Myzel ist sperrig. Der Begriff klingt vielleicht seltsam.
Aber ist es nicht genau das, was Wandel braucht?
Etwas, das nicht sofort gefällt.
Etwas, das sich sperrt gegen glatte Antworten.
Etwas, das Fragen stellt – nicht um zu provozieren,
sondern weil es wissen will, was dahinter liegt.
Etwas – oder jemand –,
der nicht ins Raster passt,
weil das Raster zu eng ist für das,
was da wächst.
Etwas, das keine Linie zieht, sondern Verbindung sucht.
Etwas, das nicht mit Kraft bricht,
sondern mit Geduld verwandelt.
Etwas, das Raum schafft,
gerade weil es nicht Raum einnimmt.
Etwas, das bleibt,
auch wenn es sich zurückzieht.
Und das – still und stetig –
beginnt, das Fundament zu verändern.